Dr. med. Ruth Blatt | Praxis für Chirurgie und Proktologie
Der SINUS PILONIDALIS, auch STEIßBEINFISTEL genannt, tritt vor allem bei jungen Männern auf. Frauen sind 6-7-fach seltener betroffen. Die Erkrankung entsteht wahrscheinlich dadurch, dass sich abgebrochene Haare in die Haut zwischen den Gesäßseiten einbohren und so zu Gängen bilden, die sich entzünden können (Fisteln/Abszesse).

Unbehandelt führt der Sinus pilonidalis zu einer chronischen eitrigen Entzündung im Steißbereich mit mehreren Fistelöffnungen (Steißfistelsystem).

Daher ist die Operation meistens empfehlenswert. Es werden verschiedene Operationsmethoden verwendet:
-Ausschneiden des Sinus pilonidalis und Belassen einer großen Wunde
-Ausschneiden des Sinus pilonidalis und plastische Deckung des Defektes
-„PIT PICKING“ Operation: Dabei werden in Lokalbetäubung die Stellen, wo sich die Haare in die Haut einbohren („Pits“), sparsam ausgeschnitten. Der Bereich, wohin die Haare unter der Haut gewandert sind, wird mittels eines kleinen Schnittes zusätzlich eröffnet. Zwar erleiden gut 20 % der Patienten nach Pit Picking einen Rückfall und müssen dann eine ausgedehntere Operation erhalten, doch kann bei den Restlichen 80 % mit minimalem Aufwand ein gutes Ergebnis erreicht werden. Fragen Sie nach der Pit Picking Methode, die ich in Lokalanästhesie durchführe.